Die Idee:

Es müsste eine Möglichkeit gefunden werden, organische Abfälle direkt in petrolähnliche Produkte umwandeln zu können, in Anlehnung an die Urgeschichtliche Entstehung von Erdöl/ -gas.
Hier bietet sich die Pyrolyse an oder ein Verfahren ähnlich dem katalytischen Cracken von schwere Erdölanteilen.
Wie schön wäre es, die Biotonne, samt Inhalt, mit den Überresten des gestrigen MacWürg- Besuchs, des Brathuhn- Hökers vom Parkplatz und des verschimmelten Brotes eben mal in den Reaktor zu werfen und später mit dem produzierten Diesel daraus zum Lieblingsrestaurant zu fahren und einen kullinarischen Höhepunkt zu erleben...!!!
Der Hauptgrund der unbefriedigenden Pyrolyseverfahren liegt in der Grundstruktur dieser Verfahren. Die Umwandlung von Reststoffen erfolgt bei Temperaturen von mehr als 450°C . Die eigentliche Umwandlung geschieht durch die Bildung von kristallinem  Koks, der sich ab dieser Temperatur aus den Reststoffen bildet. Dieser Koks zersetzt die in der Umgebung befindlichen Kohlenwasserstoffe fast vollständig in Kokskristalle und Methan. Damit wird der Wasserstoff aus den Kohlenwasserstoffen R –CH3 in das Methan CH4  und die Kokskristalle umgelagert, d. h. aus verflüssigbaren Kohlenwasserstoffen wird Koks und Methan erzeugt. Zwar können Koks und Methan weitergenutzt werden, jedoch ist die Energieausbeute ungünstig und die bei den Verfahren entstehenden Umweltbelastungen durch CO2, Dioxin und Furan liegen weit ausserhalb der zulässigen Grenzwerte.

Ein neues Verfahren müßte die Bildung von Kokskristallen ausschließen und dafür einen wirksameren Katalysator verwenden, der die Kohlenwasserstoffe nicht in Methan und weitere Kokskristalle umlagert, sondern die Methylradikale erhält und lediglich die Moleküllängen reduziert, die Schadstoffe bindet (z.B. Chlor aus PVC) und festlegt, so dass diese aus dem Kreislauf entfernt werden können.
Vorbild für den Prozess kann die Erdölbildung sein. Vor Millionen von Jahren wurde abgestorbene, organische Materie mit suspendierten Tonmineralien abgelagert. Unter hohem Druck und Temperatur entstand hieraus Erdöl und Erdgas.
Der Katalysator muß die Reaktion so beschleunigen/ lenken, dass dieser Prozess nicht unbedingt 100 Millionen Jahre dauert, sondern wenige Stunden.

Zu den umsetztbaren Rohstoffen sollten gehören:

- Kunststoffe aller Art, auch PVC
- Gummi/ Autoreifen
- Altöle, Wachse, Fette aller Art, Trafoöle, Hydrauliköle
- landwirtschaftliche Abfälle, Tierabfälle, verdorbene Lebensmittel, Klärschlamm
- Krankenhausabfälle
- Raffinerierückstände, Bitumen, Teere
- pflanzliche Rohstoffe, Abfallholz, mit Schadstoffen belastetes Holz, wie
  z.B.Spanplatten, imprägnierte Möbelplatten, Papier, Baumschnitt, Sägeabfälle.

Einige Fakten aus der Erdölchemie:

Thermisches Cracken ist die Aufspaltung von höher siedenden Erdölfraktionen und Rückständen in leichter flüchtige Produkte (kürzere Kettenlänge) unter Anwendung hoher Temperaturen (500 – 700°C):

R-CH2CH2CH3     à R-CH2CH2  + CH3+
R-CH2CH2CH3     à R-CH2CH+-CH3 + H-

Die so gebildeten Radikale reagieren durch Zerfall, inter- und intramolekulare Wasserstoffabspaltung, Kombination weiter. Vorteil des thermischen crackens ist die Verarbeitbarkeit der metallhaltigen Vakuumrückstände aus der Destillation. Nachteile liegen in dem erforderlichen Energieaufwand, sowie der Verbleib der Schwefelverbindungen im Produkt.

Das katalytische Cracken hat gegenüber den thermischen Verfahren den Vorteil, dass mehr C3 und C4  (kurzkettige) Kohlenwasserstoffe und Benzin anfallen, der Anteil der Crackgase Methan, Ethan sowie Ethylen geht stark zurück. Weiterhin erlauben höhere Reaktionsgeschwindigkeiten kleinere Reaktorabmessungen. Allerdings können nur metallionen- freie Ausgangsstoffe verwendet werden, da  Beimengungen von Metallionen den Katalysator vergiften würden und die Reaktion zum Erliegen käme.

Hier der Katalysator:

 

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